Politische Mitwirkungsformen für Jugendliche

Politische Mitwirkungsformen für Jugendliche gibt es viele. Bei manchen kann man einfach einmal vorbeikommen und zu einem bestimmten Thema mitdiskutieren (z.B. Labs), bei manchen ist regelmässigere Teilnahme sinnvoll – z.B., um gemeinsam Veranstaltungen auf die Beine zu stellen (z.B. Jugendräte/Jugendparlamente), und wieder andere haben feste Strukturen mit regelmässiger Teilnahme und einer breiten Themenpalette (z.B. Jungparteien).

Wir stellen euch hier die wichtigsten politischen Mitwirkungsformen für Jugendliche vor.

Labs

Bei Labs kann man mit erwachsenen ExpertInnen diskutieren und seine Meinung einbringen, manchmal auch gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Neben den engage-Labs sind bekannte Labs der Schweiz für Jugendliche:

Jugend mit Wirkung (schweizweit): www.infoklick.ch/jugend-mit-wirkung

p_a_r_t (nur in Bern): www.bern.ch/themen/kinder-jugendliche-und-familie/mitwirkung-von-kindern-und-jugendlichen/jugendparlament-jupa-1/p_a_r_t-stelle-fuer-jugendmitwirkung

KinderMitWirkung (nur in Basel): www.kindermitwirkung.ch/

KinderKraftWerk (schweizweit): www.kinderkraftwerk.ch

Jugendräte/Jugendparlamente

Die 70 bestehenden Jugendparlamente und Jugendräte der Schweiz sind jeweils unterschiedlich organisiert, haben aber alle zum Ziel, sich für die Jugendlichen einzusetzen. Jugendparlamente führen Projekte durch und sind in Jugendfragen Ansprechpartner für Behörden und Politik. Die Jugendlichen übernehmen dabei Verantwortung und erwerben politische, soziale sowie organisatorische Fähigkeiten. Jugendparlamente fördern die politische Partizipation und betreiben Jugendförderung im politischen Bereich.

Quelle und weitere Infos: www.jugendparlamente.ch

Video: https://www.youtube.com/watch?v=3tD49lu8K2I

Jugendkommission

In den meisten Gemeinden existiert eine Jugendkommission, welche sich sowohl aus Jugendlichen als auch aus Erwachsenen zusammensetzt. In der Regel werden die MitgliederInnen vom Gemeinderat gewählt

Sitzungen finden in der Regel einmal monatlich statt. Ziel ist es, die Belange der Jugend in der Gemeindepolitik zu berücksichtigen.

Partizipationsprojekte

In der Schweiz gibt es darüber hinaus verschiedene Partizipationsprojekte für Jugendliche. Diese konzentrieren sich allerdings oft auf die nationale Ebene. Im Folgenden sind ein paar Beispiele aufgelistet:

Jugendsession

Im Rahmen der Eidgenössischen Jugendsession erhalten jährlich 200 Jugendliche aus der ganzen Schweiz die Gelegenheit, während vier Tagen politisch aktiv zu werden und ihre Anliegen zu vertreten. Alle Interessierten zwischen 14 und 21 Jahren können sich kostenlos anmelden – unabhängig von Sprache, Bildungshintergrund oder Parteizugehörigkeit. Die Plätze für die Jugendsession werden in einem Auswahlverfahren vergeben, das auf eine möglichst breite Vertretung der Jugend in der Schweiz abzielt.

Quelle und weitere Infos: www.jugendsession.ch

step into action

Das Projekt richtet sich an Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren und besteht aus der Sensibilisierung für Zukunftsthemen im Schulunterricht, einem Event mit Lernparcous, Workshops und Aktionsmarkt (auf welchem sich z.B. Organisationen vorstellen), und anschliessender Begleitung bei Projektplanung. Ziel ist es, Jugendliche dazu zu befähigen, „Changemakers“ zu Themen wie Umwelt, Wirtschaft, Gesundheit, Migration und Menschenrechte zu werden.

Quelle und weitere Infos: www.step-into-action.org

«Aktion 72 Stunden»

Innerhalb von genau 72 Stunden setzen Jugendgruppen in der ganzen Schweiz eigene gemeinnützige und innovative Projekte um. Dabei finden sie unkonventionelle und neue Wege. Ob ein Jugendheim renovieren, eine Halfpipe bauen oder zusammen mit Menschen mit einer Behinderung ein Theater inszenieren – den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Mit dem Start der Aktion 72 Stunden beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. Ohne Geld, aber mit Erfindungsgeist machen sich Jugendgruppen aus Verbänden, MigrantInnenorganisationen, Sportvereinen sowie der Offenen Jugendarbeit daran, ihre praktischen und aussergewöhnlichen Ideen zu verwirklichen. Damit das gelingt, sind die Gruppen auf Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen. Durchgeführt wird das Projekt allerdings nur alle fünf Jahre (das nächste Mal 2020).

Quelle und weitere Infos: www.72h.ch/aktion-72-stunden/?L=0

Mitarbeit Parteien und politische Organisationen

Zu fast jeder Schweizer Partei gibt es auch eine Jungpartei. Die meisten haben in jedem Ort eine Sektion. Bei Mitgliederversammlungen und anderen Anlässen kann man die Politik und die Positionen der Jungpartei mitgestalten.

Mehr Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Jungpartei_(Schweiz)

Die Jungparteien der grössten nationalen Parteien:

    Junge Evangelische Volkspartei: www.jevp.ch
    Jungsozialisten: www.juso.ch
    Junge Schweizerische Volkspartei: www.jsvp.ch
    Jungfreisinnige: www.jungfreisinnige.ch
    Junge Christliche Volkspartei: www.jcvp.ch
    Junge Grüne: www.jungegruene.ch
    Junge Bürgerlich-Demokratische Partei: www.bdp.info/jbdp
    Junge Grünliberale: www.jungegrunliberale.ch
 

Welche Partei am meisten mit deinen Werten übereinstimmt, kannst du z.B. über den Parteienkompass von smartvote herausfinden: www.parteienkompass.ch

Daneben gibt es einzelne politische Organisationen, welche nicht wie Parteien funktionieren, sich aber ähnlich wie diese mit politischen Themen auseinandersetzen – z.B. Operation Libero (www.operation-libero.ch), foraus (www.foraus.ch), AUNS (www.auns.ch) und yes (www.y-e-s.ch). Diese haben jeweils sowohl Regionalsektionen als auch Themengruppen – die meisten Mitglieder dort sind aber schon volljährig.

Mitwirkungsformen für Jugendliche