Weniger Foodwaste, mehr Eigenverantwortung

Autor
Melanie-Eberhard
Status
Erfolgsgeschichte
Kanal / Trägerschaft
PolitikerInnen

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Beschreibung des Anliegens

Um Foodwaste zu minimieren, braucht es eine Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Dies soll auf zwei Ebenen geschehen: Erstens soll durch das Ersetzen des Mindesthaltbarkeitsdatums auf Lebensmittelverpackungen durch ein Verbrauchsdatum dem Streben entgegengewirkt werden, abgelaufene Lebensmittel wegzuwerfen, die noch verzehrt werden können. Zweitens soll durch die Schaffung eines Anreizsystems, das Spender von Lebensmitteln (Foodsharing) oder den Verkauf von nicht normgemässen Lebensmittel belohnt, auch der Foodwaste in der Landwirtschaft und bei Grossverteilern verringert werden.

Begründung

Pro Jahr werden in der Schweiz rund 2 Mio. Tonnen Lebensmittel weggeworfen, rund die Hälfte davon in Privathaushalten. Um Foodwaste zu minimieren braucht es aus meiner Sicht daher zwei Dinge: Erstens ein gesellschaftliches Umdenken bezüglich Mindesthaltbarkeit, Qualität und normgerechtem Aussehen von Lebensmitteln und zweitens, bessere gesetzliche Rahmenbedingungen, um Foodsharing zu erleichtern und Anreize für die Landwirtschaft und Grossverteiler zu schaffen, damit erst gar kein Foodwaste entsteht. Diese Massnahmen sollen nicht darauf abzielen, die Gesetze zu verschärfen, sondern an die Eigenverantwortung der Bevölkerung sowie der Lebensmittelproduzenten, -verteiler und -verkäufer zu appellieren.

Timeline

28.02.18

Anliegen eingereicht.

Treffen mit Nationalrätin Nadine Masshardt.

Nadine Masshardt reicht das Postulat "Verfalls- statt Mindesthaltbarkeitsdatum auf Lebensmitteln" im Nationalrat ein. 

Der Bundesrat nimmt Stellung zum Postulat und empfiehlt es zur Annahme:

Der Bundesrat ist bereit, die im Postulat aufgeführten Punkte im Rahmen der Ausarbeitung des Aktionsplans zur Reduktion der Lebensmittelabfälle zu prüfen, welcher gestützt auf das Postulat Chevalley 18.3829, "Aktionsplan gegen die Lebensmittelverschwendung", erstellt wird. Er wird darauf achten, dass der Schutz der Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten immer gewährleistet ist, und dabei der Entwicklung des europäischen Rechts in diesem Gebiet Rechnung tragen.

 

 

 

Der Nationalrat nimmt das Postulat an.