Stopp zu Mobbing in der Schule

Autor
Evguénia Kokcharova
Status
Erfolgsgeschichte
Kanal / Trägerschaft

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Beschreibung des Anliegens

Wir lernen Mathematik, Landes- und Fremdsprachen, Naturwissenschaften. Aber müssten wir Kindern, den künftigen Generationen, nicht auch beibringen, ihre Aufgabe als Weltbürgerinnen und -bürger zu erfüllen, einander mit Respekt und Toleranz zu begegnen und alle Unterschiede zu akzeptieren? Für eine bessere Welt, wo jede und jeder friedlicher mit sich selbst und anderen leben könnte? Sollten wir ihnen nicht beibringen, sich zu mögen und anderen zu helfen, wenn es ihnen nicht gut geht, anstatt sie mit ihrem Kummer allein zu lassen? Ich möchte, dass die Schweiz Empathie-Kurse für alle Kinder von frühester Kindheit an einführt. Denn die Welt der Kinder ist nicht so unschuldig und süss, wie man meinen könnte: Eifersucht, „grundlose“ Bosheit, fehlende Toleranz und Erziehung zu zwischenmenschlichen Beziehungen, … existieren.

Begründung

 

Während meiner Schulzeit habe ich viele Fälle von Einsamkeit, Demütigung (seelische und körperliche) und Mobbing in Klassen, auf Pausenhöfen und in Gängen gesehen und gekannt, sodass ich zu dieser schmerzlichen Situation, die Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten erleben, nicht schweigen konnte. Sie hat schwerwiegende Konsequenzen auf ihr Leben (psychische und physische). Das Thema bleibt aber noch zu oft tabu, unsichtbar und wird gleichgültig behandelt. Nebenbei bemerkt ist Suizid gemäss dem Bundesamt für Gesundheit die häufigste Todesursache bei Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren. Ist es aber nicht das Wertvollste, das wir haben: unser Leben, am Leben zu sein und unsere Pläne, Träume und Ziele zu verwirklichen? Diese Kinder und Jugendlichen gelangen, sicherlich bedingt durch verschiedene schwierige Situationen, nicht an einen Punkt, wo es wieder bergauf geht. Wie viele weitere Suizide braucht es noch, bevor man sich mit diesem Missstand beschäftigt und ihn ernst nimmt? Wir können dieses Leid nicht mehr ignorieren, müssen es zu lindern, ja sogar aus der Welt zu schaffen versuchen. Viele Länder beschäftigen sich seit rund zehn Jahren mit dieser Problematik. Darunter vor allem Dänemark, das Schülerinnen und Schüler im Alter von drei bis 16 Jahren in Empathie unterrichtet, und Finnland, das einen nationalen KiVa-Plan gegen Mobbing an Schulen umgesetzt hat. Das Programm wurde an der Universität Turku entwickelt und von Chile, Estland, Neuseeland und vielen anderen Ländern aufgegriffen. Auch andere Ideen werden realisiert. Die Schweiz hinkt bei diesem Problem jedoch weit hinterher. Wäre es jetzt nicht an ihr, der jungen Generation zu helfen, die Zukunft zu verbessern? Die Schweiz kann ihren Rückstand wettmachen, wenn sie sich die Mittel dazu an die Hand gibt. Daran glaube ich ganz fest.

 

Timeline

03.09.20

Anliegen eingereicht.

Das Anliegen wird durch Léonore Porchet (Grüne) ausgewählt.

Evguénia und Léonore treffen sich, um das Anliegen zu besprechen. Sie entscheiden, dass Léonore eine Interpellation zum Thema Mobbing an Schulen in der folgenden Herbstsession einreichen wird. 

Léonore Porchet reicht die Interpellation "Mobbing an Schulen" im Nationalrat ein.  Sie stellt darin unter anderem die Frage, wie der Bundesrat die PISA-Studie beurteilt, in der die Schweiz beim Wohlbefinden von SchülerInnen schlecht abschneidet und welche Präventionsmassnahmen unternommen werden um dem entgegen zu wirken. Die Interpellation wurde im Rat noch nicht behandelt.