"Volksdienst" - aber von allen für alle

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Blumento-Pferde
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Beschreibung des Anliegens

Abstract: Obligatorischer Militärdienst für junge Männer - wie kann es sein, dass in der Zeit von Gleichberechtigung und Frauenquoten, Demografieproblemen und Fachkräftemangel oder aber Nationalismus-Tendenzen und geopolitischen Verschäftungen kein Gedanke an eine solch antiquierte Regelung verschwendet wird? Indem diese Pflicht in einen vielseitigen Dienst umgewandelt wird, welcher für jeden* jungen MitbewohnerIn* zwischen 18 bis 25 Jahren obligatorisch ist, könnte die Schweiz nicht nur gegenüber den erwähnten Herausforderungen sondern auch vielen mehr Abhilfe schaffen. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ausgangssituation: Die Schweiz sieht sich angesichts der eingangs erwähnten Aspekte an unterschiedlichsten Fronten mit grossen Herausforderungen konfrontiert. Diesen muss auf politischer Ebene begegnet werden. Werden jedoch alle Bereiche separat angegangen, resultieren immense Aufwände und Kosten. Wird die Bevölkerung hingegen stärker miteinbezogen, könnte dies die Situation gesamtheitlich und vielseitig vereinfachen/entschärfen. Das gesellschaftliche Engagement der Bevölkerung der Schweiz nimmt jedoch bekanntlich laufend ab: Immer weniger MitbürgerInnen* sind freiwillig dazu bereit, etwas für die Gesellschaft bzw. das Land zu tun. Gerade die jungen Erwachsenen sind davon nicht ausgenommen - sei es, weil man die berufliche Karriere nicht verzögern möchte, die gesellschaftliche Integration immer mehr an Bedeutung verliert (bzw. die Anonymität immer stärker wird) oder die Chancen der globalisierten Welt einfach zu verlockend sind (indem man z.B. lieber ein halbes Jahr in Südostasien herumreist). Mögliche Verbesserungsansätze: Man stelle sich vor, jeder junge Mensch in der Schweiz zwischen 18 und 25 Jahren würde einen mehrmonatigen Einsatz für die Gesellschaft leisten. Für einen solchen "Volksdienst" sollte jedoch nicht nur eine rohe Pflicht gelten, sondern es sollte auch für jeden* und jede* ein attraktives Angebot geschaffen werden. Nur so entsteht unter den Pflichtigen die notwendige Akzeptanz, welche zur Erzielung des Nutzens dringend nötig ist. Was für Angebote wären deshalb denkbar? - Militärdienst / Zivilschutz (analog heute): Nicht weit suchen muss man natürlich bei der heutigen Regelung. Denn es steht nicht im Zentrum dieses Beitrags, die aktuelle Verteidigungs-/Militärpolitik in Frage zu stellen. Wer sich also auch in Zukunft in Militär oder Katastrophenschutz engagieren möchte, soll dies tun können. - Zivildienst (analog heute): Dasselbe wie für den Militärdienst/Zivilschutz gilt auch für den heutigen Zivildienst. - Vereins-Dienst: Ein erster Bereich zur Ausweitung der Optionen ist es, dass sich Interessierte in Vereinen engagieren können. Dies wäre beispielsweise im Rahmen eines Organisationskomitees für einen Grossanlass (Turn-/Musik-/Schwingfest etc.) denkbar. - Politischer Dienst: In ähnlicher Hinsicht könnten sich junge Mitmenschen auch in der Politik einbringen, zum Beispiel mit einem politischen Amt oder im Wahl- bzw. Abstimmungskampf. - Wissenschaftlicher Dienst: Gewisse interessieren sich womöglich eher für spezifische Wissensgebiete - auch dem soll man gerecht werden. Schliesslich weiss man nicht erst seit Kurzem, dass junge, unerfahrene Menschen dank ihrer unkonventionellen Vorgehensweise gerade bei Problemlösungssituationen erfolgreich(er) sein können. Daher könnte es auch für die Schweizer Wissenschaft von Interesse sein, entsprechenden Personen ein "Mitforschen" zu ermöglichen. - Ökologischer Dienst: Andere wiederum sehen ihr Herzblut eher in ökologischer Hinsicht. Bedarf in solchen Projekten (z.B. Renaturierungen) bzw. an Unterstützungsdiensten (z.B. Alpwirtschaft) wäre wohl genug vorhanden. - Wirtschaftlicher Dienst: Gerade diejenigen, welche schon in jungen Jahren am liebsten ihre Karriere forcieren möchten, möchten sich wohl nur ungern durch einen obligatorischen Einsatz "aufhalten" lassen. Indem man es ihnen ermöglicht, dass sie erste Erfahrungen in der Wirtschaft sammeln könnten, könnte man jedoch auch diese Personen abholen. Dies wäre beispielsweise mittels einer erweiterten Schnupperlehre umsetzbar. - Internationaler Dienst: Für diejenigen, die wiederum am liebsten ins Ausland möchten, gibt es wohl schon heute genügend Projekte, welche dankbar um Unterstützung von motivierten und engagierten jungen Erwachsenen wären. -  Möglicher Nutzen: Da es sich um einen Grundsatzgedanken handelt, welcher in der Folge detailliert ausgeführt werden müsste, wird auf die Darlegung einzelner, spezifischer Vorteile sowie der Herausforderungen und Risiken verzichtet. Longum brevis wäre es jedoch für alle Beteiligten ein enormen Gewinn. - Die Pflichtigen erhielten eine einmalige Erfahrungs-Chance. Dies würde nicht nur ihr Leben bereichern, sondern auch die weitere Lebensplanung (z.B. auch in beruflicher Hinsicht) erleichtern und die Zukunftsmöglichkeiten verbessern. - Die teilnehmenden Anbieter könnten nicht nur kurz- sondern auch langfristig einen wertvollen Nutzen aus einem solchen Dienst ziehen. Nicht nur die Unternehmen und die Wissenschaft sondern auch Vereine, die Politik oder NPO könnten sich Nachwuchs und Zukunftstalente sichern. - Die Schweiz als Land profitierte möglicherweise von einer verstärkten Integration innerhalb der Gesellschaft. Eine grössere Einheit der Bevölkerung wäre aus politischer Sicht sicherlich erstrebenswert.