Erste Treffen für "Verändere die Schweiz!"

Verändere die Schweiz!

Es ist so weit: Nach langer Planung starten wir in die nächste Phase von «Verändere die Schweiz!». Im Juni und Juli finden die Treffen zwischen den PolitikerInnen und den AutorInnen der ausgewählten Anliegen statt. Aufgrund der Coronakrise in kleinen Gruppen und ausserhalb des Bundeshauses, dass für externe Besucher immer noch gesperrt ist.

 

Dafür öffnete am 15. Juni das Raiffeisen Forum Bern seine Türen für uns. Im Verlauf des Tages fanden dort die ersten bilateralen Treffen mit Franziska Ryser, Simon Stadler und Andri Silberschmidt statt, die gemeinsam mit den VerfasserInnen der Ideen über deren Inhalt und bestmögliche Umsetzung diskutierten. Während einem gemeinsamen Mittagessen mit den Jugendlichen bekamen wir ausserdem Gesellschaft von Ständeratspräsident Hans Stöckli.

Austausch Aneschka und Franziska Ryser

Der Tag startete mit Franziska Ryser von den Grünen und Aneschka, die sich für die Zukunft der Schweiz eine Klimawandelbremse wünscht. Diese soll, ähnlich wie die Schuldenbremse, alle Geschäfte, die im Bundeshaus beschlossen werden, zuerst auf ihre Klimaverträglichkeit prüfen. Würde ein Geschäft gegen das Pariser Klimaabkommen verstossen, dürfte es dann nur in Ausnahmefällen verabschiedet werden. «Wow mega bestechende Idee! Es ist ein sehr vielversprechender Ansatz, von dem ich noch nie gehört habe», dachte Franziska als das erste Mal das Anliegen von Aneschka gelesen hat. Gemeinsam besprachen sie die Stärken und Schwächen und erstellten einen Zeitplan für die Umsetzung. «Wir werden das jetzt weiterverfolgen und hoffen, dass wir im Herbst ein super Resultat zeigen und somit die Schweiz verändern können!», so Franziska im Anschluss. Auch Aneschka ist positiv: «Der Austausch mit Franziska war sehr spannend, ich habe viele neue Erkenntnisse dazu gewonnen und bin sehr zuversichtlich, dass ich mein Anliegen gemeinsam mit ihr umsetzen kann!»

 

Franziska Ryser und Aneschka und Julia

Mittagessen mit Hans Stöckli

Hans Stöckli

Nach dem ersten erfolgreichen Treffen folgte ein Mittagessen mit Hans Stöckli und allen Jugendlichen, die an diesem Tag ihren Austausch hatten, sowie mit Denise von 20 Minuten und Nadia vom Schülermagazin Quint. Während Pizza und Pasta beantwortete Hans Fragen und erzählte witzige und spannende Anekdoten aus seiner Arbeit als Ständeratspräsident.

Austausch Patricia und Simon Stadler

Der Nachmittag begann mit dem Austausch zwischen Patricia und CVP-Nationalrat Simon Stadler. In ihrem Anliegen geht es um die Aufnahmeverfahren für Fachhochschulen, die in vielen Fällen mit einer kostenpflichtigen Prüfung, einem Vorkurs oder Praktikum verbunden sind. AbsolventInnen einer Berufsmatur sind somit im Nachteil gegenüber Personen, die ein Gymnasium abgeschlossen haben und an den meisten Universitäten ohne Hürde studieren können. Die Aufnahmebedingungen sollten unter den Fachhochschulen einheitlicher sein und gegenüber dem hürdelosen Aufnahmeverfahren der Universitäten nicht ein so grosser Nachteil darstellen. «Ich begleite das Projekt von Patricia, weil ich überzeugt bin, dass es ein berechtigtes Anliegen ist!», meint Simon. In welcher Form lässt es sich umsetzen, und was wurde auf diesem Bereich bereits gemacht? Während einer Stunde wurde im Raiffeisen Forum darüber diskutiert, damit es erfolgreich in die nationale Politik eingebracht werden kann.

Patricia und Simon Stadler

Austausch David und Andri Silberschmidt

David und Andri Silberschmidt

Als letztes Anliegen wurde das von David besprochen, der gerne die Möglichkeit von Gesetzesänderungen durch das Schweizer Volk einführen möchte. Denn im Moment können nur Verfassungsänderungen vorgenommen werden. Für David ein grosser Missstand: «Die Verfassung soll auch langfristig nur das Wichtigste beinhalten!». FDP-Nationalrat Andri findet das sehr spannend und nimmt sich dieser Idee an: «Mir es wichtig, dass wir über die Zukunft der Demokratie reden. Gerade im digitalen Zeitalter gibt es viel neue Möglichkeiten und ich finde es spannend, diese gemeinsam zu diskutieren. Gemeinsam erarbeiteten sie eine Strategie, wie es sich am besten umsetzen lässt.