Importverbot für Pelzprodukte

Autor
anita.claudia…
Status
Eingereicht
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Beschreibung des Anliegens

Pelz ist IN. Auch diesen Winter konnte man in der Schweiz wieder unzählige Leute in ihren dicken Winterjacken mit Pelzkragen beobachten. Vor allem junge Leute folgen dem Trend und nehmen auch gerne etwas mehr Geld in die Hand, um auch so eine ?coole? Jacke zu tragen. Dabei denken sie oftmals gar nicht daran, was das Fell an ihrer Jacke wirklich bedeutet. Gemäss Tierschutzgesetz gilt bereits ein Importverbot für Hunde- und Katzenfelle. Doch was unterscheidet diese zwei, bei den Menschen so beliebten, Tiere von den übrigen Tieren, die für ihr Fell getötet werden? Füchse, Nerze, Waschbären, Luchse, Wölfe und viele weitere Tiere, werden im Ausland für ihr Fell mit Fallen gefangen oder in Pelzfarmen unter schlimmen, tierunwürdigen Bedingungen gezüchtet und gehalten und auf brutale Weise getötet. In der Schweiz gibt es keine Pelzfarmen, da die Anforderungen des Schweizer Tierschutzgesetzes für Wildtiere dies nicht erlauben würden. Aber was bringt das, wenn trotzdem massenhaft Pelzprodukte importiert werden können? Für den Pelz, der in der Schweiz verkauft wird, werden Tiere auf so schwerste Art misshandelt, dass man sich damit in der Schweiz strafbar machen würde. Auch wenn man aufgrund der Deklarationspflicht den Felljacken ablesen kann, wessen Haut man da eigentlich gerade am Körper trägt, sollte diese Verantwortung nicht einfach den Konsumenten übergeben werden. Viele Leute haben keine hinreichende Vorstellung davon, wie viel Leid wirklich hinter ihrem Pelz steckt und setzen sich, aufgrund der grossen Distanz zwischen Endprodukt und Herkunft, häufig auch nicht eingehender mit dem Thema auseinander. Tun sie dies doch, dann kommen immer mehr Personen zu dem Urteil, dass all die Qualen, die die Tiere erleiden müssen, um zu einem Accessoire zu werden, letztendlich nicht zu rechtfertigen sind. Dieser Prozess soll von der Schweiz unterstützt werden. Wenn das Schweizer Tierschutzgesetz wirklich für das Wohl der Tiere verfasst wurde, dann sollte es auch für tierische Produkte aus anderen Ländern gelten und der Import von Pelzprodukten (und anderen Tierqualprodukten) sollte verboten werden!
Zudem setzen sich, als Gegenbewegung zum Trend, auch immer mehr Jugendliche gegen Pelz ein und zeigen mit Flyern und Stickern, dass das Tragen von Pelz alles Andere als cool ist. Es kann sogar eher als unanständig und daneben bezeichnet werden. Beliebt sind auch Sticker mit der Aufschrift: ?Ich bin ein Arschloch, ich trage Pelz?. Das ist nicht gerade höflich, aber eigentlich ist es nichts Anderes als ein Ausdruck der öffentlichen Sitte. Wenn zum Beispiel Jemand in der Öffentlichkeit sein Kind schlägt, darf er sich auch nicht beklagen, dass die Leute zu wenig höflich zu ihm sind. Und so ist es auch mit dem Pelztragen.

Begründung

Der Import von Pelzprodukten verstösst gegen die öffentliche Sitte und ein Importverbot verletzt somit in diesem Fall nicht den Freihandel. Denn Ausnahmen aufgrund der öffentlichen Sitte sind OK. Man hat daher wirklich überhaupt keinen Grund, gegen ein Pelz- Importverbot zu sein, ausser man findet Tierquälerei in Ordnung.