Aufklärung über psychische Krankheiten an Schulen

Autor
Thilda Haylock
Status
Umsetzung
Kanal / Trägerschaft

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Beschreibung des Anliegens

Beschreibung: Momentan ist in fast jeder Schulklasse eine Person, welche durch eine psychische Krankheit, sei es eine Depression, eine Essstörung oder nochmals etwas anderes, belastet wird, zu finden. Problematisch dabei ist, dass es für die, welche von aussen zuschauen, praktisch unmöglich ist, sich in die Betroffenen hineinzuversetzen, was wiederum dazu führt, dass öfters nicht genug darüber gesprochen wird. Somit haben weder die Jugendliche, die betroffen sind, noch die in ihrem Umfeld, dass heisst ihre Freunde, ihre Eltern und ihre Lehrer, genug Informationen um zu wissen, wie sie damit umgehen sollen, sondern kennen nur sie Stereotypen und den betroffenen Jugendlichen wird nicht die Hilfe geliefert, die sie bräuchten. Öfters werden sie von ihren Mitschülern sogar komplett gemieden. Doch ich denke es gibt eine Lösung: Wenn psychische Krankheiten einen Teil des täglichen Wissens wären, könnten die, welche damit zu kämpfen haben, vielleicht endlich die Hilfe bekommen, die sie verdienen. Mein Vorschlag lautet, es zur Normalität zu machen, ausgebildete Psychologen und Psychiater zu haben, welche in den Schulen über dieses Thema aufklären. Richtig aufklären, also nicht nur die Stereotypen weiter verbreiten und es dabei lassen. Die Zielgruppe wären Jugendliche ab dem Alter von ungefähr 13 Jahren, dass heisst ab der ersten Oberstufe. Ich denke bei Kindern in der Primarschule würde es nicht funktionieren, da sie einfach zu jung sind, um es zu verstehen. Auch für die Eltern sollten genügend Informationen zu Verfügung stehen und die Lehrer sollten schon in ihrer Ausbildung mehr über dieses Thema informiert werden, denn aus meiner eigenen Erfahrung wissen viele Lehrer nicht wie damit umgehen und/oder erkennen nicht, wenn es jemandem nicht gut geht. Begründung: Ich hatte selber mit einer Essstörung zu kämpfen und wenn ich daran denke, wie ich zum ersten Mal in eine Behandlung kam, wo ich auch auf andere Jugendliche mit psychischen Krankheiten traf, kommt mir nur eine Emotion in den Sinn: Angst. Ich wollte nicht zu diesen Menschen gehören. Ich hatte wirklich Angst vor ihnen. Und warum? Weil es mir auf keiner anderen Art gesagt wurde. Mir wurde nie gesagt, dass es eigentlich wundervolle Menschen sind, die einfach unter einer Krankheit litten. Als ich meine Meinung geändert hatte und auch mehr über diese Welt gelernt hatte, habe ich selber gemerkt, was für ein Problem diese Stereotypen sind. Ich wollte liebend gern meiner ganzen Klasse alles erzählen, doch die Angst davor, dass sie es nicht verstehen würden, hat mich jedes Mal überwältigt. Es wird langsam immer mehr darüber gesprochen, aber noch nicht genug. Menschen die eine psychische Krankheit haben, werden von vielen noch als „Psycho“ abgestempelt. Ich möchte, dass sich das ändert. Ich möchte nicht, dass sie das Gefühl haben, sich verstecken zu müssen, denn wenn es etwas gibt, was sie verdienen, dann ist das Unterstützung und diese Unterstützung wird nur kommen wenn von allen genug Wissen da ist um es ihnen auf die richtige Weise zu geben.

Timeline

17.03.22

Anliegen eingereicht.

Anliegen wird von Nationalrätin Sarah Wyss ausgewählt.

Treffen und Austausch im Bundeshaus.

Nächste Schritte

In der Diskussion hat sich ergeben, dass es zwei Bereiche gibt, die Sensibilisierung und die Angebotsstrukturen. Im Bereich der Angebotsstrukturen läuft zurzeit sehr viel an Entwicklungen und politischen Vorstössen. Bei der Sensibilisierung existieren zwar Massnahmen, sie scheinen aber Mängel zu haben. So werden z.B. Schülerinnen und Schüler über das Vorhandensein von Schulpsychologen informiert, aber wenig über mögliche psychische Erkrankungen und der Umgang damit. Geplant ist eine Interpellation, um mit Einbindung von Psychologen und Ärzten die Sensibilisierung weiterzuentwickeln.

Im Nationalrat wird ein Postulat eingereicht.